Schon 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung fand ein Holzrad, in dessen Umfang man Pflöcke hineinsteckte, als erstes Zahnrad seinen Einsatz in altägyptischen Göpeln. Göpel waren große Drehvorrichtungen zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, die durch im Kreis herumgehende Menschen oder Tiere bewegt wurden.

Eine Weiterentwicklung führte später zur Erfindung des bekannten Flaschenzuges. Die erste gesicherte Überlieferung über die Nutzung von Zahnrädern, bezieht sich auf eine mit Zahnrädchen besetzte Wasseruhr von 250 v. Chr. Das bedeutendste Artefakt für die Anwendung von Zahnrädern in der Antike ist der Mechanismus von Antikythera von ca. 100 v. Chr.

Ab dem 9. Jahrhundert wurden Zahnräder in Wassermühlen, ab dem 12. Jahrhundert dann auch in Windmühlen verbaut. Es dauerte noch über ein halbes Jahrtausend bis Da Vinci um 1500 herum, Zahnräder für seine zahlreichen Erfindungen nutzte. Der Zahnradform selbst wurde lange nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Vermutungen zufolge ist der dänische Astronom Ole Rømer beim Bau seiner Planetarien auf die epizykloidische Zahnform gekommen. Diese Zahnform sicherte erstmals eine gleichförmige Bewegung und somit einen sichereren Gang. Mathematiker belegten dies und so wurden diese Zahnräder nach 1730 zum ersten Mal auch in Uhrwerke verbaut.

Hätten Sie es gewusst?

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