Vom freiberuflichen Mediengestalter zum preisgekrönten Artdirector

Jens lebt zusammen mit seinem Mann und seiner Schwiegermutter im familienfreundlichen Stadtteil Münster-Gievenbeck. Der Wahlmünsteraner hat seine Heimat den Niedersächsischen Harz und die Zwischenstationen Marburg und Hannover hinter sich gelassen und lebt mittlerweile schon ein ganzes Jahrzehnt in unserer schönen Universitätsstadt. Jens ist eher ein ruhiger Zeitgenosse und deshalb sind wir nicht darüber verwundert, dass er sein Leben auch mit fünf Katzen teilt. Wenn er in seiner Freizeit nicht gerade seinen Koch,- und Backleidenschaften frönt, dann findet er seine tägliche Portion Entspannung beim Zocken an den unterschiedlichsten Konsolen.

Platz im Werk:

Jens und MeisterSinger lernten sich im Winter 2011 kennen, als unser Geschäftsführer jemanden für die Einweisung in ein Designprogramm suchte. Mit Beginn 2012 war Jens dann als Freiberufler dauerhaft für MeisterSinger tätig. Nach sechs Jahren freiberuflicher Tätigkeit haben wir ihn im Kommunikations,- und Produktdesign in Vollzeit fest angestellt und sind jeden Tag glücklich darüber. Denn mittlerweile hat Jens als Artdirector die Zuständigkeit für alles grafische und hat mit seinem ersten eigenen Uhrendesign (Der Astroscope) gleich einen großen Wurf gelandet. Von Zeitschriftenanzeigen über Werbeplakate bis hin zum Verpackungsdesign, Jens ist unser Allround-Gestalter.

Jens über seine Arbeit bei MeisterSinger:

„Hätte man mir vor 10 Jahren gesagt, dass ich einmal für das eigene Design einer Uhr, einen Preis bekommen werde, dann hätte ich diese Person wohl ausgelacht. Die Arbeit bei MeisterSinger hat mich persönlich und beruflich wachsen lassen und mich auf unterschiedlichen Ebenen positiv beeinflusst. Langweilig wird es auf jeden Fall nie und abwechslungsreich bleibt es auch. Ich bin gerne hier und freue mich darüber, die Zukunft von MeisterSinger mitgestalten zu können. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Unser Service-Engel

Im Januar hatte Jelka ihr 10-jähriges MeisterSinger-Jubiläum. Heute können wir uns kaum mehr vorstellen, wie es ohne sie gehen konnte. Wer die MeisterSinger-Vorstellungen aufmerksam liest, wird spätestens jetzt merken, dass unsere Mitarbeiter*innen dem Unternehmen sehr nahestehen und gerne langfristig ihre Wurzeln bei uns schlagen. Da verwundert es auch nicht, dass Jelka in ihrer Zeit bei uns zweimal Mutter geworden ist und danach zum Glück zu uns zurückkam. Sie verbringt gerne Zeit mit ihrer großen Familie oder ihren Freunden, hält sich fit mit Laufen und - wie könnte es anderes sein - einem Mannschaftssport: Handball. Langweilig wird es bei ihr nie, denn auch im Haus und dem eigenen Garten gibt es immer genug zu tun.

Platz im Werk

Vor nun mehr als 10 Jahren hat Jelka bei MeisterSinger angeheuert - auf Empfehlung ihrer Freundin und Kollegin Bianca. Von Beginn an hat sie  den Service zu ihrem Herzensprojekt erklärt und damit zu dem gemacht was er heute ist. Vorher war auch keiner so richtig zuständig für diesen wichtigen Bereich. Ob Reparaturen oder Reklamationen, ob Beschaffung von Ersatzteilen oder die Betreuung interner und externer Werkstätten; ohne Jelka mit ihrem Talent für den Umgang mit Menschen, würde es nicht gehen. Sie ist eine von diesen Personen, die auch in stressigsten Zeiten stets den Überblick behält.

Jelka über ihre Arbeit bei MeisterSinger

Ich stehe zu 100% hinter MeisterSinger und unseren Produkten. Meinen Job hier mache ich sehr gerne, was nicht zuletzt am guten Arbeitsklima und dem Team-Zusammenhalt liegt. Aber auch unsere in der Regel sehr angenehmen Kunden machen es mir nicht schwer meine Arbeit zu mögen. Daher macht mir der Kundenkontakt auch am Endkunden wirklich Spaß.

Unser Münsteraner U(h)rgestein

Bianca fährt bei Wind und Wetter mit der Leeze zum Malochen - Leeze und Malochen, sind Wörter aus dem Münsteraner Masematte (eine kleine sprachliche Eigenheit aus der Domstadt). Der regionale Soziolekt ist als Sondersprache tief verwurzelt mit seinen Einwohnern und weil Bianca hier ihre Wurzeln hat, kommt und geht sie mit der Leeze zum Malochen und nicht auf hochdeutsch mit dem Fahrrad zur Arbeit.  Bianca, das bedeutet auch immer die typisch Münstersche Bodenständigkeit. Sie ist eine sehr besonnene Kollegin und deshalb schätzen wir uns glücklich, dass sie nach 15 Jahren in der Möbel- und Kindermöbelbranche nach etwas Neuem gestrebt hat. Schließlich führte ihr Weg zu MeisterSinger, wo sie schon seit 10 Jahren ein fester Bestandteil des Teams ist. Kleiner Fakt am Rande: Unsere Kollegin hatte sich damals initiativ beworben, nur war bei MeisterSinger zu diesem Zeitpunkt keine Stelle frei. Ein paar Monate später sah die Situation dann anders aus und MeisterSinger hat direkt eine Einladung zum Bewerbungsgespräch an sie versendet. Am Ende kam zusammen was zusammengehört und wir sind sehr froh darüber.

Platz im Werk

Bianca ist verantwortlich für die Betreuung und Auftragsabwicklung der deutschen und österreichischen Kunden. Sie ist unsere Fachfrau für den Vertriebsinnendienst; in enger Zusammenarbeit mit dem Außendienst, betreut sie die Fachhändler in Deutschland und Österreich. Bianca ist nicht nur wichtigste Schnittstelle zwischen Innen und Außen, sie kann noch einiges mehr: Ob die Abwicklung von Bestellungen in unserem Onlineshop, oder im Einsatz bei Kundenveranstaltungen von Händlern für unsere Marke - Sie ist eine richtige Allrounderin und dabei stets zuverlässig. Auch die Organisation von internationalen Vertriebstreffen mit den dazugehörigen Partnern und die Terminorganisation bei der Baselworld fallen in ihren Aufgabenbereich. Sie ist unser Organisationstalent. Bianca über ihre Arbeit bei MeisterSinger: „Mir macht es auch nach 10 Jahren jeden Tag viel Spaß im Unternehmen mitzuwirken. Nach all der Zeit haben sich mit den Fachhändlern schon sehr nette und herzliche Kontakte ergeben, mit vielen netten Telefonaten. Spannend war dann immer das persönliche Kennenlernen auf Messen, wenn man gegenseitig zur Stimme in Telefonaten dann auch ein Gesicht bekommen hat.“

Schon 300 Jahre vor unserer Zeitrechnung fand ein Holzrad, in dessen Umfang man Pflöcke hineinsteckte, als erstes Zahnrad seinen Einsatz in altägyptischen Göpeln. Göpel waren große Drehvorrichtungen zum Antrieb von Arbeitsmaschinen, die durch im Kreis herumgehende Menschen oder Tiere bewegt wurden.

Eine Weiterentwicklung führte später zur Erfindung des bekannten Flaschenzuges. Die erste gesicherte Überlieferung über die Nutzung von Zahnrädern, bezieht sich auf eine mit Zahnrädchen besetzte Wasseruhr von 250 v. Chr. Das bedeutendste Artefakt für die Anwendung von Zahnrädern in der Antike ist der Mechanismus von Antikythera von ca. 100 v. Chr.

Ab dem 9. Jahrhundert wurden Zahnräder in Wassermühlen, ab dem 12. Jahrhundert dann auch in Windmühlen verbaut. Es dauerte noch über ein halbes Jahrtausend bis Da Vinci um 1500 herum, Zahnräder für seine zahlreichen Erfindungen nutzte. Der Zahnradform selbst wurde lange nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt.

Vermutungen zufolge ist der dänische Astronom Ole Rømer beim Bau seiner Planetarien auf die epizykloidische Zahnform gekommen. Diese Zahnform sicherte erstmals eine gleichförmige Bewegung und somit einen sichereren Gang. Mathematiker belegten dies und so wurden diese Zahnräder nach 1730 zum ersten Mal auch in Uhrwerke verbaut.

Hätten Sie es gewusst?

Die Nummer 1 auf der MeisterSinger Brücke

Nico Rensing ist unser Mann der ersten Stunde und ein richtiger Familienmensch. Der verheiratete, zweifache Vater teilt sein Leben neben der Familie noch mit zwei Katzen und einem Hund. Das Familiäre und Soziale liegen Nico förmlich im Blut; so war es für ihn förmlich naheliegend, seine berufliche Laufbahn mit Ausbildung und Studium erstmal auf den sozialen Sektor auszurichten. Nur gut für uns, dass Nico sich nach seinem Studium beruflich anders orientiert hat - schließlich absolvierte er nach ersten Erfahrungen im Möbeleinzelhandel noch eine kaufmännische Ausbildung. So viel Durchhaltevermögen muss man erstmal haben.
In seiner Freizeit betreibt Nico gerne Ausdauersport. Er boxt und macht Fitness, weil er aber auch mal zur Ruhe kommen muss, geht er regelmäßig raus in die Natur für lange Spaziergänge mit dem Hund an seiner Seite. Wenn er nicht gerade beim Fußball mitfiebert, dann genießt er Soul-Musik aus den 60er und 70er Jahren. Ein sehr vielseitiger Mensch.

Platz im Werk

Im Jahr 2005 wurde Nico zum ersten festangestellten Mitarbeiter von MeisterSinger. Er ist unser Fachmann für die Auftragsabwicklung und Logistik. Doch Nico kann noch mehr: Er ist jemand, der stets versucht alte Strukturen zu verbessern, neue aufzubauen und Probleme zu lösen - eben ein richtiger Macher. Weil er von Anfang an dabei ist, hat er sicherlich auch den besten Überblick und ist so tief wie kaum ein anderer in der MeisterSinger-Materie drin.

Nico über seine Arbeit bei MeisterSinger

„Vor dem Bewerbungsgespräch bei MeisterSinger sagte ich zu meiner Frau: Das ist bestimmt so eine kleine, junge „Startup- Uhrenmarke", die ein Typ aus seiner Wohnung heraus aufbaut und eine Freundin von Ihm die Buchhaltung macht. Und genau so war es. Am Anfang waren wir zu dritt. MeisterSinger wuchs allerdings schnell, alles wurde von Jahr zu Jahr größer. Die Räumlichkeiten, die Anzahl der Mitarbeiter, die Produktionsstückzahlen, der Umsatz und natürlich auch die damit verbundenen Probleme.

Und genau das macht mir bis heute bei meiner Arbeit großen Spaß: Probleme aus dem Weg zu räumen, im ständigen Wandel der Zeit neue Strukturen schaffen und dabei dem Unternehmen beim Wachsen zuzusehen.“

Liebe Leserinnen und Leser,

durch die Büroräumlichkeiten von MeisterSinger weht ein wohliger Wind der Veränderung. Mit diesem Beitrag möchten wir Sie deshalb auf eine kleine Reise einladen. Wer unseren Newsletter abonniert hat oder uns in den sozialen Netzwerken folgt, wird mitbekommen haben, dass wir unsere Außenwirkung erfassen wollen. Mit der Umfrage starteten auch wir einen internen Ausflug in eine spannende Zukunft und wir laden Sie herzlich dazu ein uns auf diesem Weg zu begleiten.

Es ist Zeit für mehr MeisterSinger: Es erwarten Sie spannende Mitarbeiterinterviews, interessante Insider-Informationen und lesenswerte Geschichten aus dem Arbeitsalltag des MeisterSinger Teams. Für technikaffine und designbegeisterte Uhrenfreunde werden wir allerhand Hintergrundwissen rund um die Uhr aufbereiten.

Ebenfalls räumen wir der Zeitwahrnehmung und eher philosophischen Themen den nötigen Platz ein. In Zukunft wird es mehr von uns zu sehen geben - mehr als unsere vielfach ausgezeichneten Uhren. Wir wollen zeigen welche Seele MeisterSinger innewohnt, wieviel Herz in der Entwicklung neuer Zeitmesser steckt. Wir wollen zeigen, wie wir ticken und was das ganze Werk MeisterSinger ausmacht.

'Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.'
Antoine de Saint-Exupéry

Sowohl im Blog als auch in den sozialen Netzwerken wird sich also einiges tun und Sie, liebe Uhrenfreunde, sind ein essenzieller Bestandteil unserer Zukunftsvision. Sie sind die Grundsteine, auf die wir bauen. Mehr von uns bedeutet auch, dass Sie viel mehr Möglichkeiten bekommen werden Ideen und Anregungen einzubringen wohin die gemeinsame Reise gehen könnte. Ihre Kommentare in sozialen Netzwerken, ihre Interaktion und persönliches Feedback, bilden das Fundament unseres zukünftigen Präsenz.

Es ist Zeit für Veränderungen und wir freuen uns auf alles was da kommt.

Ihr MeisterSinger-Team.

Liebe Leserinnen und Leser,

durch die Büroräumlichkeiten von MeisterSinger weht ein wohliger Wind der Veränderung. Mit diesem Beitrag möchten wir Sie deshalb auf eine kleine Reise einladen. Wer unseren Newsletter abonniert hat oder uns in den sozialen Netzwerken folgt, wird mitbekommen haben, dass wir unsere Außenwirkung erfassen wollen. Mit der Umfrage starteten auch wir einen internen Ausflug in eine spannende Zukunft und wir laden Sie herzlich dazu ein uns auf diesem Weg zu begleiten.

Es ist Zeit für mehr MeisterSinger: Es erwarten Sie spannende Mitarbeiterinterviews, interessante Insider-Informationen und lesenswerte Geschichten aus dem Arbeitsalltag des MeisterSinger Teams. Für technikaffine und designbegeisterte Uhrenfreunde werden wir allerhand Hintergrundwissen rund um die Uhr aufbereiten.

Ebenfalls räumen wir der Zeitwahrnehmung und eher philosophischen Themen den nötigen Platz ein. In Zukunft wird es mehr von uns zu sehen geben - mehr als unsere vielfach ausgezeichneten Uhren. Wir wollen zeigen welche Seele MeisterSinger innewohnt, wieviel Herz in der Entwicklung neuer Zeitmesser steckt. Wir wollen zeigen, wie wir ticken und was das ganze Werk MeisterSinger ausmacht.

Sowohl im Blog als auch in den sozialen Netzwerken wird sich also einiges tun und Sie, liebe Uhrenfreunde, sind ein essenzieller Bestandteil unserer Zukunftsvision. Sie sind die Grundsteine, auf die wir bauen. Mehr von uns bedeutet auch, dass Sie viel mehr Möglichkeiten bekommen werden Ideen und Anregungen einzubringen wohin die gemeinsame Reise gehen könnte. Ihre Kommentare in sozialen Netzwerken, ihre Interaktion und persönliches Feedback, bilden das Fundament unseres zukünftigen Präsenz.

Es ist Zeit für Veränderungen und wir freuen uns auf alles was da kommt.

Ihr MeisterSinger-Team.

'Man kann nicht in die Zukunft schauen, aber man kann den Grund für etwas Zukünftiges legen – denn Zukunft kann man bauen.'
Antoine de Saint-Exupéry

MeisterSingers Astroscope gewinnt den German Design Award 2021

Allen MeisterSinger Uhren ist gemeinsam, dass sie die Zeit wie die ersten mechanischen Zeitmesser mit nur einem Zeiger anzeigen und damit die Zeit buchstäblich auf den Punkt bringen. Es sind Uhren für Menschen, die sich gerne daran erinnern, dass der Moment im Hier und Jetzt unsere wahre Realität ist. Eine Wirklichkeit, der wir uns nicht vollends entfremden sollten - ganz im Gegenteil.

Auch mit dem Astroscope - nach der erfolgreichen Mondphasenuhr Lunascope das zweite Modell mit astronomischem Thema in der Geschichte des Unternehmens - bleibt sich MeisterSinger treu. Die Uhr sorgte schon bei ihrer Vorstellung auf der diesjährigen Inhorgenta für Aufsehen, zeigt sie doch die Wochentage auf eine schlüssige und eingängige neue Art an: mit Bezug auf die Ihnen seit Alter her zugeordneten Himmelskörper.

Bislang war das Design bei MeisterSinger reine Chefsache. Alle Uhren tragen die Handschrift des Unternehmensgründers Manfred Brassler. Als er dem jungen Mitarbeiter und Art Direktor Jens Bierwirth anbot, sich an den Entwurf einer MeisterSinger zu versuchen, konnte er noch nicht voraussehen, dass dieser nicht nur ein gut gestaltetes Produkt abliefern würde, sondern ein komplettes Konzept dahinter gleich mit.

Erstlingswerk mit Konzept

„Jens Bierwirths Aufgabe im Haus ist ursprünglich die Pflege und Umsetzung unseres Corporate Designs“, erklärt Brassler, „aber er hat sich auch zunehmend in der Produktentwicklung engagiert.“ Vor etwas mehr als einem Jahr bekam er den Auftrag, sich Gedanken über eine eigene MeisterSinger zu machen und entschied sich für eine ungewöhnliche Indikation der gängigen Day-Date-Komplikation. Der Weg zum Konzept war laut Gestalter Bierwirth im Grunde eine logische Schlussfolgerung: „Die neue Anzeige sollte nicht nur wie bei MeisterSinger üblich ausgewogen und klar gestaltet sein, sondern ‚einen guten Grund‘ haben. Den fand ich, als ich mich mit der Geschichte der Wochentage und ihrer astronomischen Entsprechung beschäftigte, mit Himmelsmechanik quasi.“

Dass die Wochentags-Wandelsterne ausgerechnet in diesem Jahr gemeinsam am Himmel zu sehen waren, stellte sich erst im Laufe der Entwicklung heraus. „Den finalen Entwurf wandelte ich nochmals kurzfristig ab, um die Konstellation auch wirklich dem Bild am Himmel in diesem Sommer zu entsprechen. Andernfalls wären Mars und Saturn vertauscht gewesen; das konnte ich im wahrsten Sinne nicht so stehen lassen“, verrät der Grafiker.

Eine schlüssige Idee

Es sind Sonne und Mond, die unsere Zeit für alle spür- und beobachtbar einteilen: In Tag und Nacht, in zwölf Monate pro Jahr. Die Einteilung in siebentägige Wochen jedoch folgt keinem astronomischen Prinzip, sondern hat einen mythologischen Hintergrund. Sie geht auf die Babylonier zurück und wurde mit den besonders deutlich sichtbaren sieben Himmelskörpern am Firmament verbunden.

Mit diesen Himmelskörpern und ihren entsprechenden Symbolen zeigt der Astroscope auf dem Zifferblatt die Wochentage nicht linear, sondern hin- und herwandernd durch einen hellen Punkt an. Genau in der Reihenfolge, in der sie sich am südlichen Nachthimmel zeigen.

„Das war eine neue, andere Art die Informationen zu lesen“, sagt Manfred Brassler, „das hat uns bei allen bei MeisterSinger großen Respekt eingeflöst.“

Designauszeichnungen Nummer 29 und 30

Das haben die Designgremien wohl genauso gesehen. Nach dem red dot award 2020 erhält Jens Bierwirth nun auch den German Design Award 2021 für seine ‚Erstlingsuhr‘. Bei MeisterSinger ist man sich sicher, dass da noch mehr kommen wird.

Dieses Instrument misst Sommertage

Die N° 03 ist längst ein Design-Klassiker – und ein schönes Beispiel dafür, wie sich der Charakter einer Uhr durch den Einsatz anderer Materialien und Strukturen verändern kann. Im Bronzegehäuse und mit dunkelblauem Blatt ist die „Bronze Line“-Ausführung der N° 03 nichts für den Schreibtisch, sondern für lange Sommertage unterwegs, an der Küste, auf dem Land oder draußen vor der Lieblingsbar. Das macht sie zu unserer Uhr des Monats.

Bronze für Entdecker

Zeitmesser mit nur einem Zeiger stehen natürlich in der Tradition der Sonnenuhren. Heute nur noch Dekoration, waren diese einstmals unverzichtbar für die Einteilung des Tageslaufs, frühe wissenschaftliche Geräte quasi. Von historischen Messinstrumenten sind auch seit jeher die MeisterSinger-Uhren inspiriert, mit klarer Optik und sachlicher Typografie. Da war die „Bronze Line“ nur ein konsequenter Schritt. Uhren, die in dasselbe Gehäusematerial eingeschalt sind, das früher auch wertvolle wissenschaftlichen Gerätschaften schützte, vor Feuchtigkeit, Erschütterung und Temperaturschwankungen. Und das damit, es ist gar nicht zu hoch gegriffen, die großen wissenschaftlichen Expeditionen des 18. und 19. Jahrhunderts möglich machte.

Patina und kleine Narben

Die Legierung, die MeisterSinger für seine Bronzegehäuse ausgewählt hat, schützt die Uhren bei allen Unternehmungen, bewahrt aber deren Spuren: Nach einer Weile bildet sich auf der Oberfläche, bei jedem anders, eine Patina, die den Schliff des Gehäuses und die kleinen Kratzer und Narben nachschreibt, die das Leben darauf hinterlässt. Ausgeliefert wird unsere Uhr des Monats deshalb auch vakuumiert, damit die Bronze bis zum ersten Anlegen makellos bleibt. Je stärker der Träger dann seine Uhr außen altern lässt und die Patina nicht beseitigt, desto größer ist der Kontrast von Gehäuse und schimmernd blauem Blatt. Dessen Sonnenschliff sorgt dafür, dass es mal heller, mal dunkler scheint und die Sommersonne reflektiert.

Das macht sich natürlich besonders gut zu einem lässigen, reisetauglichen Outfit, auf gebräunter Haut, bestimmt auch an einem farbigen Nylonband. Und vielleicht ist die N° 03 in Bronze doch etwas fürs Büro. Da zeigt sie deutlich, dass ihr Träger noch etwas vor hat mit dem schönen Sommertag.

Was machen MeisterSinger-Uhren auf einer Bauhaus-Ausstellung?

In der Ausstellung „Re:Form – Eine Hommage an 100 Jahre Bauhaus“ konfrontierte in diesem Jahr ein dreiköpfiges Künstlerkollektiv – Olff Appold, Kai Brüninghaus und Jürgen Sandfort – Fotografien, Filme und Animationen zum Thema auch mit aktuellem Design. Olff Appold kombinierte MeisterSinger-Uhren mit klassisch „bauhausigem“ Motiven.

Auch der Fotograf Stephan Gustavus ließ sich vom Bauhaus inspirieren und bringt in seiner freien Arbeit MeisterSinger-Zeitmesser mit dem Geist der legendären „Kunst- und Designschule“ in engen Zusammenhang. So arrangierte er ein demontiertes Uhrwerk zu einer „Hommage an Wassily Kandinsky.

Geometrisch und schwarzweiß

Gerade im Bauhaus-Jubiläumsjahr berufen sich viele Designer mit ihren Schöpfungen ausdrücklich auf die Institution, deren Name auf einem Produkt wie ein Gütesiegel klingt, sich aber beliebig einsetzen lässt, weil er rechtlich nicht geschützt ist. Eine „Bauhaus-Uhr“, so der landläufige Konsens, ist in der Formensprache radikal reduziert, auf geometrische Grundformen, Schwarz und Weiß sowie eine nüchterne, serifenlose Typografie. MeisterSinger hat sich bislang nicht in der Bauhaus-Tradition gesehen. Die von Manfred Brassler in Münster gestalteten Einzeigeruhren sind von frühen Turmuhren und alten wissenschaftlichen Messgeräten inspiriert. Manche Modelle tragen dabei auf den ersten Blick Merkmale, die als „typisch Bauhaus“ gelten könnten. Gustavus’ Bilder allerdings zeigen auch eine elegante Pangaea mit elfenbeinfarbenem Blatt, die sich nicht in das gängige Klischee fügt und doch bestens ins Thema passt.

Mittelalterliche Ideale

Tatsächlich war das Bauhaus natürlich nicht nur schwarzweiß, sondern entwickelte vielmehr eigene Farblehren. In Weimar und Dessau entstanden dazu auch neue Schrifttypen, darunter selbstverständlich solche mit Serifen. Was die MeisterSinger-Uhren mit den Maximen des Bauhaus verbindet, ist jedoch mehr als eine Formensprache, die konsequent üppigen und funktional wertlosem Zierrat vermeidet. Es geht vielmehr um die Verbindung von Kunst und Handwerk in der engen Zusammenarbeit von Spezialisten ganz unterschiedlicher Disziplinen. Bauhaus-Gründer Walter Gropius hatte als synergetisches Ideal (und Namensgeber) die Dombauhütten des Mittelalters vor Augen, wollte mit der Struktur seiner Schule Fehlentwicklungen der Neuzeit korrigieren. Dem Bauhaus, für viele der Inbegriff der Moderne, liegt auch entschiedene Modernekritik zugrunde.

Womit man auskommt

Uhrenhersteller sind mit der traditionellen Kooperation von Designern, Uhrmachern und Kunsthandwerkern unter einem Dach dem Bauhütten-Ideal recht nah. Und bei MeisterSinger kommt noch etwas hinzu: Die großen Turmuhren der mittelalterlichen Kirchen, von denen die Zeitmesser aus Münster inspiriert sind, kamen mit einem einzelnen Zeiger aus. Und die Wiedereinführung dieses Anzeigeprinzips in modernen Armbanduhren ist auch ein Korrektiv einer unglücklichen Entwicklung: Dadurch, dass sich im Laufe der Jahrhunderte immer kleinere Zeiteinheiten präzise messen und darstellen ließen, scheuchen heute allzu oft Minuten- und Sekundenzeiger die Menschen vor sich her, zerlegen den Tagesfluss ohne Not in kleinste Stücke. MeisterSinger setzt dem eine andere, fast verloren gegangene Wahrnehmung entgegen, will zeigen, wie reizvoll die Konzentration aufs Wesentliche sein kann. Diese Art der – in jedem Detail sehr sorgfältigen – Reduktion macht die MeisterSinger-Uhren den Bauhaus-Produkten verwandt. Und erklärt, warum sich auch die Pangaea bestens in Stephan Gustavus’ Bauhaus-Motive einfügt.